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„Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden.“

Bertolt Brecht, Das Gedächtnis der Menschheit

Gigantisches Internierungslager

Mit einer Hungerblockade will Israel Gaza ethnisch säubern. Die Hilfsorganisation Palestinian Medical Relief Society schlägt Alarm - Von Raul Zelik

Brasilien: Präsident Lula verurteilt israelische Offensive in Gaza scharf

Israel habe Recht auf Selbstverteidigung überschritten, so Lula. Brasilianische Künstler:innen und Intellektuelle fordern Abbruch der Beziehungen. Amerika21

Proteste in Panama

Seit dem 15. April 2025 protestieren in Panama Tausende Menschen mit Streiks und Blockaden im ganzen Land gegen geplante Reformen der Sozialversicherung (CSS) und  Vereinbarungen mit den USA. Amerika 21

Gewerkschaften gegen Aufrüstung und Krieg

Unterschriftenaktion: Wir fordern unsere Gewerkschaften und ihre Vorstände auf, den Beschlüssen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden! Die Gewerkschaften müssen sich laut und entschieden zu Wort melden und ihre Kraft wirksam machen: gegen Kriege und gegen Aufrüstung!

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Auto: Krise und Konversion - Klima oder Rüstung

25.07.2025

Die Referentinnen und Referenten des Abends
- Thorsten Donnermeier, IGM-Vertrauensmann bei VW Kassel
- Kathy Ziegler, verdi Köln und Gewerkschafterin für Klimaschutz
- Tobi Rosswog, freier Dozent und Aktivist
- Dr. Monika Dittrich, Wuppertal Institut
vermittelten einen Einblick in bestehende Herausforderungen, Debatten, Kämpfe und wissenschaftliches Know-how. Die Situation in der Auto- und Zulieferindustrie ist besorgniserregend. Allein bei VW sollen 35.000 Arbeitsplätze verschwinden. U.a. soll das Werk in Osnabrück geschlossen werden, der Rüstungsgigant Rheinmetall interessiert sich bereits dafür.

Thorsten Donnermeier berichtete von den Sorgen der Beschäftigten, der Strategie des Unternehmens und seiner kritische Rede auf der Betriebsversammlung im Werk Kassel vor 7000 Kolleg*innen. Ein Flugblatt von VW-Kollegen verschiedener Werke trägt den Titel Wir wollen bei VW nicht für den Krieg produzieren. Sie kommen zu dem Schluss, dass für eine echte Konversion zugunsten von Klima und sozialer Gerechtigkeit die Eigentumsfrage gestellt werden muss. Die Arbeiter*innen sind den Entscheidungen von Unternehmen willkürlich ausgesetzt und obwohl sie den Wohlstand der Chefetagen erarbeitet haben.

Von Beispielen verbindenden Aktivismus, berichtete Tobi Rosswog von der Initiative Verkehrswendestadt Wolfsburg. VW stehe für VerkehrsWende, vertritt er, und unterstreicht, dass öko und fair einkaufen und alle vier Jahre das Kreuz beim kleineren Übel machen, nicht ausreicht, um das Klima zu retten. Die kreativen bis spektakulären Aktionen der Aktivist*innen, die Druck in Richtung Umbau der Autoindustrie entwickeln, beeindruckten die Zuhörer*innen der Veranstaltung, wie auch die Tatsache, dass sie nicht gegen die Belegschaft gerichtet waren.

Kathy Ziegler berichtete über gelungene Aktionen im Rahmen der Kampagne Wir fahren zusammen von verdi und den Fridays for Future, u.a. beim Streik der Busfahrer*innen. Der eindrucksvolle Kampf von italienischen Arbeitern bei Florenz, die nach einer Kündigung per e-Mail durch ihren Arbeitgeber GKN seit vier Jahren ihr Fabrik besetzt halten, und als Genossenschaft mit großer internationaler Solidarität eine Produktion von Lastenrädern und Photovoltaik aufbauen wollen, war ein weiteres Thema.

Frau Dr. Dittrich Leiterin des Forschungsbereichs Zirkuläre Systeme am Wuppertal Institut - per Video zugeschaltet - hielt einen profunden Vortrag über Konversion und Krise Verkehr, Klima und Rüstung: eine Einordnung vor dem Hintergrund von Earth for All - Deutschland. Es wurden viele Herausforderungen vorgestellt, die noch einmal die Dringlichkeit des Handels verdeutlichten, weil viele Belastungsgrenzen der Natur überschritten seien. Aber auch Handlungsmöglichkeiten, die dringend wahrgenommen werden sollten. Soziale Aspekte wurden ebenfalls angesprochen.

Auch aus dem Publikum gab es bereichernde Beiträge zur den Auswirkungen der Aufrüstung auf das Soziale und Beispiele für den Zusammenhang von Rüstung und Klima.

Natürlich reichte die Zeit einer Abendveranstaltung nicht aus, um alle Beiträge in Tiefe zu diskutieren. Sie sollte auch nur der mögliche Beginn einer weiteren Zusammenarbeit ausloten. Das Angebot eines Aktionstrainings war ein ganz konkreter Vorschlag, der von Tobi Rosswog gemacht wurde. Die Veranstaltung beeindruckte und machte Mut, Weiteres muss noch besprochen werden.
Die Veranstalter bedanken sich bei labournet.tv und die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt für die Unterstützung.
Juli 2025

 
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Termine für den Zeitraum August 2025 bis Dezember 2025



September 2025

«Das Laute Berlin – Deutsche Wohnen & Co enteignen»
Buchvorstellung

Ralf Hoffrogge

15.09.2025
19:00 - 21:00 Livestream Internet external Link

Alle Blicke auf GAZA

27.09.2025
17:00 Platz der Republik, vor dem Bundestag external Link Palästinensische Gemeinde Deutschland
eye4palestine
Amnesty International Deutschland
medico international



Oktober 2025

Nie wieder kriegstüchtig!
Demos

03.10.2025
Berlin und Stuttgart external Link

 

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Eine Wende ist nötig – aber eine ganz andere!
Kriegstüchtig. Wir sollten es aus unserer Vergangenheit kennen und wissen wie es endet.

Wie die CFM ihre Beschäftigten ausbeutet

Niedriglohn, Rassismus und Outsourcing, die CMF-Beschäftigtern streiken. Die Charité Facility Management (CFM) ist ein Tochterunternehmen der Charité. Dort werden Arbeiten wie die Reinigung, die Sterilisierung, die Logistik und auch die Technik ausgelagert. Die meisten Beschäftigten sind migrantisch, sind Frauen und müssen in vielen Fällen mehrere Kinder versorgen.... Gewerkschaftsforum Berlin

Albert Einstein

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.

Kriegsmüdigkeit

Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918

Kolumbiens Präsident bezeichnet den Westen als "scheinheilig"

Das Interview erschien in Telepolis in Kooperation mit dem US-Medium Democracy Now. Hier geht es zum Original.

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