Meldungen über verirrte Drohnen im Ukrainekrieg gab es schon öfters. Man gewöhnt sich (leider) daran. Fast immer ist die erste Reaktion der Medien hierzulande- „Der Russe war´s, er will ja schließlich die NATO angreifen“. Dass wird von allen gelesen, gehört oder gesehen. Wenn das später durch etwas sachlichere Einschätzungen relativiert wird und sich oft herausstellt, dass es sich um verirrte Ukrainische Raketen oder Drohnen handelte, kommt das nur noch unter ferner liefen.
Vor kurzem ereignete sich etwas Änliches im osten Lettlands. Zum wiederholten male gab es dort Drohnenalarm.
Die Tagesschau berichtet wie folgt am 07.05.2026:
"Brüchige Waffenruhe- Erneut Drohnen in Lettland abgestürzt
Zwei Drohnen sind in der Nacht zu Donnerstag nach Armeeangaben in Lettland abgestürzt. Eine der Drohnen sei laut Einsatzkräften auf ein Öllager in der Stadt Rezekne gestürzt. Dabei seien vier leere Öltanks beschädigt worden…."
Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, ist unklar. Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen. Der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds äußerte im Fernsehen die Vermutung, dass es ukrainische Drohnen gewesen sind. Dies wäre nicht das erste Mal.
Soweit die bekannten Fakten.
Fotos, die in der Region geschossen wurden deuten recht eindeutig auf Ukrainische Drohnen hin. Ob die sich aber wirklich verirrt haben und ob der Russe an der Verirrung schuld war, wie in der Tagesschau weiter berichtet wurde, ist fraglich.
Es wurde genauer über den Einschlag einer Drohne in einem regionalen Öllager mit wohl doch recht starken Schäden an dem Lager und angrenzenden Wohngebäuden berichtet. Über Personenschäden ist nichts bekannt.
Die Bevölkerung der Stadt Rezekne und der Umgebung ist stark verunsichert. U. a. wurde an den Schulen der Unterricht abgesagt, die Zivilverteidigungskommission wurde einberufen und Strafermittlungen nach dem Artikel „Straftaten gegen den Staat wurden eigeleitet.
In der Folge trat der Verteidigungsminister Spruds zurück. Eine der Argumentationslinien war, dass man sich nicht so recht entscheiden konnte, wie mit diesen Flugobjekten umzugehen sei. Vielleicht war man auch nicht in der Lage, die Luftabwehr richtig zu bedienen? Das zumindest wurde ihm vorgeworfen.
Die Hauptfrage, die in den örtlichen sozialen Medien diskutiert wurde, ist, Wie konnten Drohnen sicher in eine nur 40-50 km von der Weißrussischen Grenze entfernt liegenden Stadt fliegen und ein Öllager treffen?
Nordstream lässt grüßen.
Der nun schon gehäufte Einschlag solcher Drohen erfolgt in einer Region in Ostlettland, in der eine relativ große Zahl russisch sprechender Einwohner Lettlands wohnt. Dort gibt es auch noch einen regionalen Grenzverkehr nach Weißrussland und sicher auch noch familiäre Bande über die Grenzen hinweg.
Ukraine mit Informationshoheit
Bei allen Unwägbarkeiten bei der Beurteilung dieser Vorfälle kann man sicher annehmen, dass solche Vorgänge den Weltfrieden stark gefährden. Die Versuche der Ukrainischen Regierung, die NATO direkt in den Konflikt hinein zu ziehen, könnten irgendwann Erfolg haben. Und das wäre möglicherweise ein Weg in den dritten Weltkrieg.
Update 19.5.
Die Story geht offensichtlich noch weiter. In den letzten 2 Tagen war wieder Alarm in der Region. Mehrere Drohnen schlugen wieder ein. Die Betriebsleitung des Öllagers, mit dem russischen Öl, hat kurzerhand beschlossen, den Betrieb entgültig einzustellen, da das Risiko für die Belegschaft zu groß wird. Das klingt ganz nach "verirrten Drohnen" (oder eben geziehlt aus der Ukraine).
Eine Regierung, die dagegen protestieren könnte, gibt es gerade nicht - weil schon "abgeschossen". Und die nächste wir weiter rechts zu verorten sein!
Eine Information und Einschätzung aus Halle
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Mut zur Menschlichkeit - Vernunft , Haltung und Courage
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Benefizkonzert für die medico-Arbeit in Rojava. Mit AK Ausserkontrolle, Ceren, Hakim Lokman, Hoti, K.I.Z, Koma Berxwedan, Kurdo, Lune, OG LU, Pashanim, Paula Hartmann.
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Samstag, den 5.4.26 sind Tausende Jugendliche in Kuba zum Jahrestag der Gründung der Organización de Pioneros José Martí (OPJM) und des Jugendverbandes der KP, der Unión de Jóvenes Comunistas (UJC), auf die Straße gegangen. Bereits am Donnerstag der vergangenen Woche sind tausende junge Kubaner:innen dem Aufruf des UJC zu einem Protestmarsch gegen die Blockadepolitik der USA gefolgt. Der Demonstrationszug endete vor der US-Botschaft in der kubanischen Hauptstadt. amerika21
Das Netzwerk No Kings meldet Aktionen in allen 50 Bundesstaaten. Organisatoren sprechen von acht Millionen Teilnehmenden. Amerika 21

Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erhöhen den Druck, Treibstoff nach Kuba zu liefern. Mit dem Start der Kampagne "Öl für Kuba" haben sich die solidarischen Kräfte gebündelt. Amerika 21
Die kubanische Gesellschaft ist geschockt über den Angriff des US-Militärs. Bereits nach ersten Analysen kubanischer Sicherheitsexperten wurde klar, dass die als "Staatsterror" eingestufte Militäraktion von den US-Spezialeinheiten durch den Zusammenbruch der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehr-struktur Venezuelas ermöglicht wurde. Kubanische Beobachter vermuten einen Verrat. ....Amerika21
Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. in Tübingen hat eine Handlungshilfe für Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute veröffentlicht:

„Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon. Er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich scheint mir der Krieg …“.
Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein das heißt, müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos… Kriegsmüde hat man immer zu sein, d.h. nicht nachdem, sondern ehe man einen Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen…
Karl Kraus, 1918
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